Reizvoll und reichhaltig: Meerwasser und -klima

Wie gut ein Bad im salzigen Meer tut, merkt jeder von uns bereits in einem ganz normalen Strandurlaub: Die Nase wird frei, wir spüren, wie die Kraft der Wellen uns belebt, die Frische des Wassers uns aufweckt.

Dabei ahnen wir noch gar nicht, was – abgesehen vom Salz – alles Gesundes im Meerwasser drin steckt: Mineralstoffe, Vitamine, Proteine, Spurenelemente. In der Medizin hat man den damit verbundenen therapeutischen Wert längst entdeckt und setzt ihn gezielt bei der sogenannten Thalassotherapie ein.

Der Name Thalasso leitet sich vom griechischen Wort für „Meer“ ab. Eine Thalassotherapie nutzt nicht nur das Meerwasser, sondern auch Meeresalgen, den Schlick, die Meeresluft, Sonne und Sand. Typische Thalassoanwendungen sind Bäder, Packungen, Massagen, Inhalationen, Wassergymnastik und Hydrotherapie sowie auch Klimawanderungen in der Brandungszone. Das kann beispielsweise bei Rheuma, Neurodermitis, Rückenschmerzen und Durchblutungsstörungen lindernd und heilend wirken. Auch vorbeugend, wie im Rahmen einer Kur, wird Thalasso angewendet.

Eine echte, wirksame Thalassotherapie muss wirklich direkt am Meer erfolgen, ärztlich verordnet werden, auf einem durchdachten Konzept aufbauen und von geschultem Personal begleitet werden. Dann gilt Thalasso als ein sogenanntes „ortsgebundenes Heilmittel“ und wird in Mecklenburg-Vorpommern von den Kostenträgern anerkannt.

Das Ostseebad Warnemünde in Mecklenburg-Vorpommern ist ein auf echtes Thalasso spezialisierter Ort; das hiesige Hotel NEPTUN wurde als erstes Original-Thalasso-Zentrum in Deutschland zertifiziert.

Ebenso können Elemente der Thalasso-Therapie im Wellnessbereich zum Einsatz kommen. Hier geht es vor allem um Entspannung, kosmetische Anwendungen für die Haut und ein gesteigertes Wohlbefinden.