Reinigend und heilend: Kreide

Wenn es ein natürliches regionales Heilmittel gibt, bei dem die Bedeutung von „ortsgebunden“ sofort einsichtig wird, dann ist das mit Sicherheit die berühmte Heilkreide der Insel Rügen.

Wer hat da nicht gleich Caspar David Friedrichs romantischen Blick auf die beeindruckenden Kreidefelsen vor Augen? Genau da kommt die Kreide her, genau da gehört sie hin!

Zum Glück verdankt die Millionen Jahre alte Heilkreide ihren guten Ruf aber nicht nur einer gelungenen künstlerischen Darstellung ihres Geburtsortes: Das basische weiße Pulver aus Kalziumkarbonat plus Silizium, Magnesium, Phosphor, Aluminium, Eisen und Jod hat sich als Naturheilmittel einen Namen gemacht, weil ihre Bestandteile vielfältige gesundheitsfördernde Wirkungen haben.

So regt die Rügener Heilkreide den Energiestoffwechsel der Zellen an, was deren Vitalität und auch die Wundheilung fördert. Vor allem bei Anwendungen auf der Haut lässt sich das gut sehen. Die entzündungshemmende Heilkreide kommt beispielsweise bei Neurodermitis zum Einsatz.

Zudem kann Heilkreide Temperaturen gut speichern. Ähnlich wie Moor wird sie deshalb für Wärmeanwendungen zur Entspannung von Muskeln eingesetzt und um die Durchblutung, den Stoffwechsel und den Kreislauf anzuregen. Ihre entzündungshemmende Wirkung trägt zur Linderung von Beschwerden bei rheumatischen Erkrankungen bei. Ebenso eignet sich Kreide für eine Kältepackung.

Neben den therapeutischen Einsätzen der Heilkreide auf Rügen ist das „Weiße Gold“ für Hautbehandlungen in Wellness-Bereichen und für daheim beliebt. Kreidebäder und -masken unterstützen die Haut in ihren natürlichen Schutz- und Ausscheidungsfunktionen.

Dr. Johannes Wimmer entdeckt die gesunde Wirkung der Kreide auf Rügen