Muskeln stärken und Beweglichkeit verbessern im Kururlaub in Mecklenburg-Vorpommern

Es ist keine Überraschung: Zeigt unser Bewegungsapparat an, dass es ihm nicht gut geht, hilft ihm am besten Bewegung. Ob Rückenschmerzen oder Bandscheibenvorfälle, Knieprobleme oder Osteoporose, wir müssen angemessen neuen Schwung in den Apparat bringen und Knochen, Gelenke und Muskeln schrittweise stärken. In einem Kururlaub rund um den Bewegungsapparat diagnostizieren Experten die konkreten Ursachen Ihrer Probleme und geben gezielte Anleitung und individuelle Hilfestellung, welche Maßnahmen Ihnen Linderung oder gar Heilung verschaffen können.
So rücken Sie sich in einem Gesundheitsurlaub sprichwörtlich wieder zurecht – und befinden sich dabei in Mecklenburg-Vorpommern obendrein in traumhafter Umgebung.

Orthopädie Rostock

Von Endoprothetik über Fußchirurgie bis hin zur Wirbelsäulenorthopädie deckt die Orthopädische Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Rostock ein breites Behandlungsspektrum für Erkrankungen des Bewegungsapparates ab. Wir sprachen mit Klinikdirektor Prof. Wolfram Mittelmeier darüber, was die Klinik im präventiven Bereich anbietet.

 

Klinik steht allgemein für Akutbehandlung. Was geht da präventiv überhaupt?

Prof. Mittelmeier: Sicher steht im Klinikalltag die gesamte Bandbreite an Behandlungsmöglichkeiten bei Erkrankungen oder Verletzungen im Fokus. Doch es gibt durchaus Möglichkeiten, präventiv anzusetzen. In unserer Kinderorthopädischen Sprechstunde zum Beispiel: Haben wir es da mit übergewichtigen Kindern zu tun, empfehlen wir - neben der spezifischen Behandlung - mehr Bewegung und gesunde Ernährung. Das zieht oftmals Kreise in der ganzen Familie. Bewusst gesundere Lebensführung kommt so Patient und Umfeld zugute. Prävention am Bewegungsapparat zählt zu den Schwerpunkten unserer Sektion Sportorthopädie. Zudem betreuen wir unter Einbindung von Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern den deutschen Karate-Nationalkader und in unserer Sportsprechstunde viele junge, gesunde Sportler - beides Prävention auf hohem Niveau.

Ihr Herz schlägt für Sportler?

Prof. Mittelmeier: Ja. Kinder und Jugendliche, noch im Wachstum begriffen, neigen besonders zu asymmetrischen Belastungsprofilen. Regelmäßige orthopädische Kontrollen beugen bei Leistungssportlern frühzeitig Gelenkschäden vor. Auch in der Orthopädischen Sprechstunde versuchen wir, den Menschen beizubringen, Sporteinheiten in ihr Lebensprofil zu integrieren. Gemeinsam mit der Rehaklinik Moorbad Bad Doberan sind wir für sporttypische Verletzungen zudem Partner des Programms »Behandelt wie ein Spitzensportler« der Techniker Krankenkasse (TK).

Sie zählen zu Deutschlands Top Medizinern in der Hüft- und Kniechirurgie, Ihre Klinik ist als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung anerkannt und damit in den FocusListen seit mehreren Jahren hoch gelistet. Profitieren auch Gäste im Land von Ihrer Kompetenz?

Prof. Mittelmeier: Im Bereich der Endoprothetik bilden wir gerade ein Netzwerk mit anderen Krankenhäusern, Reha-Kliniken und -Zentren, niedergelassenen Therapeuten sowie Orthopädie-Technikfirmen. Begleitet von einer digitalen Vernetzungsstruktur verfolgen wir dabei mehrere Ziele: Patienten sollen schneller Termine erhalten, der Transfer von der Akutklinik in die Reha nahtlos erfolgen. Optimieren wollen wir im orthopädischen Bereich zudem die Verlegungsstrategien der Krankenhäuser untereinander. Videokonferenzen und digitale Patientendaten-Übermittlung sollen hier bisher gelegentlich auftretende Komplikationen vermeiden. Das alles kommt durchaus auch Patienten zugute, die nicht aus MV kommen. Für die Unterbringung begleitender Angehöriger haben wir übrigens mit ausgewählten Hotels Rabatte vereinbart.