Wohlbefinden durch Fasten

Immer mehr gesundheitsbewusste Menschen entdecken das Fasten, um ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Besonders in Kombination mit Yoga-Übungen oder Wanderungen stärken Fastende ihr emotionales Gleichgewicht und finden zur inneren Ruhe. Als angenehme Begleiterscheinung gehen schnell ein paar lästige Pfunde verloren. Wer anschließend auf gesunde Ernährung umstellt, profitiert langfristig von einem verbesserten Wohlbefinden.

In unserem Fasten-Magazin finden Sie traumhafte Orte für eine Fastenzeit, Seminar- und Workshop-Kalender und jede Menge Anregungen für einen Fasten-Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern.

 

Fasten ist nicht gleich Fasten

Fasten ist ein guter Weg, eigene Energiereserven wieder aufzutanken. Es gibt verschiedene Fastenmethoden, die bei den Angeboten in Mecklenburg-Vorpommern zur Anwendung kommen: 

Die strengste Form des Fastens ist das Null- oder Wasserfasten. Ausschließlich Wasser und Kräutertees werden zu sich genommen. Der Körper reagiert mit einem starken Herunterfahren der Stoffwechselvorgänge und verliert sehr schnell an Muskel- und Fettgewebe, weil er auf seine Energiereserven zurückgreifen muss. Diese Fastenart sollte von einem Mediziner begleitet werden.

Der Arzt Dr. Otto Buchinger entwickelte das Heilfasten und eröffnete 1920 das erste Kurheim für Heilfastenkuren. Buchinger betrachtete den Menschen als ganzheitliches System aus Körper und Geist. Beim Entschlacken des Körpers soll auch seelischer Ballast abgeworfen werden. Aufgenommen wird flüssige Nahrung: Gemüsebrühen, Obstsäfte. Bewegung gehört zur Therapie, beugt dem Schwund der Muskelmasse vor.

Die Benediktiner-Nonne Hildegard von Bingen war eine berühmte Gelehrte des Mittelalters und Vorreiterin der ganzheitlichen Medizin. Innere Einkehr und Meditation gehörten für sie zum Fasten dazu. Nach einer Darmreinigung folgt bei von Bingen eine Kost aus Gemüsebrühe mit Dinkelschrot und Kräutern, dazu gedünstete Äpfel, Fencheltee und ausreichend Bewegung. Bis zu 800 Kalorien werden am Tag zu sich genommen.

Im Zentrum der Fastenkur des österreichischen Arztes F. X. Mayr stehen die schonende Darmreinigung und das Erlernen der richtigen Essensweise, das Kautraining. In der frühen Form der Mayr-Kur wurden zu Kräutertee und Gemüsebrühe auch Brötchen und Milch gereicht. Dieses wird heute meist variiert und individuell an den Patienten angepasst - beispielsweise bei veganer Ernährung oder Intoleranzen.
Bauchmassagen sollen helfen, die inneren Organe zu aktivieren.

Mit dem Basenfasten soll einer Übersäuerung des Körpers entgegengewirkt werden. Erlaubt sind nur Basenbildner wie Obst, Gemüse, Kräuter, Keimlinge, Nüsse sowie hochwertiges Öl wie Lein-, Oliven- oder Rapsöl. Säurebilder wie Fleisch, Wurst, Milchprodukte, Weißmehl, Vollkornprodukte, Teigwaren, Reis, Eier, Kaffee, Süßigkeiten und Alkohol sind tabu. Wichtig: Pro Tag werden zweieinhalb bis drei Liter Quellwasser oder verdünnter Kräutertee getrunken.