Aktivurlaub in Mecklenburg-Vorpommern

Ein Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern motiviert zu Bewegung in seiner vielfältigen Natur. Zu einem Aktivurlaub gehört neben Wandern und Radeln auch Schwimmen in der Ostsee oder in den zahlreichen Seen einfach dazu. So ein Aktivurlaub hält fit und wirkt zahlreichen Gesundheitsrisiken entgegen - dabei genügen schon 30 Minuten täglich, um den gesamten Körper in Schwung zu bringen. Ein Sporturlaub kräftigt zudem Muskeln und Knochen, regt dazu unter anderem Ihr Herz-Kreislauf-System und die Hormonproduktion an. Für die individuelle Gestaltung Ihrer Sportreise am Meer und im Binnenland locken gut ausgeschilderte Rad- und Wanderwege, Sportstrände, Kletterwälder und vieles mehr.

Mit Bewegung gesund bleiben - oder werden

„Das Geheimnis des Erfolgs ist anzufangen“, wusste schon Mark Twain. Wer etwas für seine Gesundheit tun will, sollte sich diese Weisheit zu Herzen nehmen. Warum Bewegung so wichtig ist, was sportliche Betätigung bewirken kann und wie man richtig damit anfängt, erläutert Prof. Dr. Sven Bruhn, Professor für Trainingswissenschaft am Institut für Sportwissenschaft der Universität Rostock.

 

Gesundheitstourismus beinhaltet unterschiedlichste Sportangebote. Warum ist Bewegung so wichtig?

Prof. Dr. Sven Bruhn: Weil unsere Industriegesellschaft in fast jedem Job Bewegungsmangel mit sich bringt. Wir sitzen am Schreibtisch oder verrichten Tätigkeiten mit stets wiederkehrenden Bewegungsabläufen. Als logische Folge entstehen bewegungsmangelbasierte Krankheitsbilder. Dazu gehören Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems wie die koronare Herzerkrankung oder Bluthochdruck, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes Typ II oder Adipositas und orthopädische Probleme wie Gelenk- oder Rückenschmerzen. Da meist Bewegungsmangel einer der Auslöser ist, lässt sich mit sportlicher Betätigung präventiv viel tun.

Wieviel Bewegung ist gesund?

Prof. Dr. Sven Bruhn: Wenigstens zwei bis drei Mal pro Woche, jeweils eine Stunde, sollte es schon sein, um überhaupt einen sinnvollen Mehrverbrauch zu produzieren. Allerdings ist auch jede einzelne Stunde mehr Bewegung allemal besser als nur vor dem Fernseher zu sitzen. Hand aufs Herz: Es fehlt doch oft nicht wirklich an der Zeit, sondern es ist eher Bequemlichkeit. Hat man erstmal den „inneren Schweinehund“ besiegt und eine Sportart gefunden, die einem zusagt, kommt der Spaß an Bewegung von allein. Ein Zuviel gibt es nicht - solange man sich nicht überfordert. Bewegung allein macht es allerdings nicht, sondern ebenso wichtig ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung.

Lange nichts gemacht, wie steigt man am besten ein?

Prof. Dr. Sven Bruhn: Ich empfehle, sich ein gutes Fitnesscenter oder eine Sportgruppe im Verein zu suchen. Das bringt mehrere Vorteile: Professionelle Anleitung vermeidet Fehler, minimiert das Verletzungsrisiko und stoppt Übermotivation. Zum anderen fördert die Gemeinschaft von Gleichgesetzten den Spaß an der Sache und steigert damit die Wahrscheinlichkeit, dass man dran bleibt. Und wer lieber allein trainiert … (H2) … sollte langsam anfangen, moderat steigern und sich realistische Ziele setzen. Wer in den eigenen Körper hineinhorcht, verlangt sich selbst nicht zu viel ab. Aufhören sollte man, wenn es in den Gelenken wehtut. Sport begleitet oft auch den Reha-Prozess nach Verletzungen oder Operationen. Eigenständig sollte man hier aber nichts anfangen, sondern sich in jedem Fall vorher mit dem behandelnden Arzt beraten. Das gilt ebenso für spezifische Vorerkrankungen.

Bestehen Kooperationen Ihres Institutes mit gesundheitstouristischen Anbietern?

Prof. Dr. Sven Bruhn: Im Rahmen von Forschungsprojekten arbeiten wir gelegentlich mit Reha-Einrichtungen zusammen. Kontinuierliche Kooperationen bestehen jedoch nicht. Das ist aus meiner Sicht auch gar nicht notwendig. Schließlich beschäftigen die Reha-Einrichtungen in ihren eigenen Reihen wirklich kompetente Leute, darunter Absolventen unserer Hochschule. Im Übrigen bieten wir über unseren Hochschulsport auch für nicht Universitätsangehörige in begrenztem Umfang die Möglichkeit, sich in gesundheitsorientierten Sportangeboten zu engagieren.