Schluss mit Abnehm-Mythen

Um das Thema „Abnehmen“ ranken sich viele Mythen. Einige werden in den Medien als ultimative Abnehm-Tipps dargestellt, sind aber falsch. Manche bewirken auch das komplette Gegenteil. Wir erklären heute die verbreitetsten Mythen, denn mit den folgenden 10 „Tipps“ machen Sie sich das Abnehmen nur unnötig schwer. 

1. Nur mit einer Diät kann man abnehmen!

Das allein schon ist ein Mythos. Denn bei einer Diät wird meist für einen kurzen Zeitraum eine ganz bestimmte Ernährung vorgeschrieben. Dies ist aber nicht sinnvoll, um nachhaltig abzunehmen. Dazu muss die Ernährung insgesamt umgestellt werden, sonst kommt es zum gefürchteten Jojo-Effekt und die mühsam abgehungerten Pfunde sind schnell wieder da. Eine Schrothkur im Hotel Godewind in Warnemünde kann den nötigen Impuls geben zu einer gesunden und vitalen Ernährung.

2. Nach 30 Minuten Sport setzt erst die Fettverbrennung ein!

Das ist falsch. Der Körper verbraucht immer Fett und Glukose zur Energiegewinnung. Daher lautet die gute Nachricht: Bereits ab Sport-Minute „eins“ benötigt der Körper auch Fett (und Glukose). Je länger Sport getrieben wird, umso mehr steigert sich der Fettanteil: Wenn sich die Glukosespeicher leeren, „schaltet“ der Körper auf Fettverbrennung um.

3. Mit Light-Produkten nimmt man ab!

Häufig ist bei Light-Nahrungsmitteln nur ein Inhaltsstoff reduziert. Das kann auch bedeuten: Wenig Fett, aber viel Zucker. Neben einer Kalorien-, Fett- oder Zuckerreduzierung kann der Begriff auch meinen, dass kein Koffein oder kein Alkohol enthalten ist. Hier sollten Sie also besonders skeptisch sein und nicht davon ausgehen, dass man mit Light-Produkten automatisch abnimmt. Im Gegenteil: Häufig werden von solchen Lebensmitteln größere Portionen gegessen, so dass die Kalorienzufuhr wieder steigt. Zudem stehen Zuckeraustauschstoffe wie Aspartam in Verdacht, Heißhungerattacken auszulösen. Wer langfristig abnehmen oder sein Gewicht halten möchte, sollte eher auf Light-Produkte verzichten.

4. Abends Essen macht dick!

Angeblich sorgt ein ausgiebiges Essen am Abend nicht nur für Völlegefühl und schwieriges Einschlafen, angeblich macht es auch dick. Doch das stimmt nicht. Denn es kommt auf die gesamte Kalorienzahl eines Tages an und nicht auf die Uhrzeit. Der Zeitpunkt der Mahlzeit hat keinen Einfluss auf das Gewicht – wenn man die Gesamtkalorien des Tages im Auge behält.

5. Fett macht dick!

Das stimmt so pauschal nicht. Fett ist nicht nur ein wichtiger Energielieferant, sondern auch Geschmacksträger und es hält den Blutzuckerspiegel lange stabil. Fehlendes Fett in der Ernährung kann zu Müdigkeit, Hungergefühlen oder Bauchschmerzen führen. Die richtigen Fette in der Ernährung aktivieren sogar die Fettverbrennung. Einige Vitamine wie A, D, E und K brauchen Fett sozusagen als „Transportmittel“, ohne Fett kann der Körper sie nicht verarbeiten.

6. Kohlenhydrate machen dick!

Zusammen mit Eiweißen und Fetten gehören Kohlenhydrate zu den Makronährstoffen. Wenn man die richtigen Nahrungsmittel auswählt, machen sie nicht dick. Es kommt hauptsächlich auf die gesamte Kalorienzahl an und nicht allein auf die Grundnahrungsmittel. Wichtig ist, auf die Kombination von Kohlenhydraten mit den richtigen Beilagen zu achten. Zucker und Fett sollten gemieden werden, damit eine Mahlzeit nicht zur Kalorienbombe wird. Aber auch mit Kartoffeln oder Nudeln lassen sich kalorienarme Mahlzeiten zubereiten mit denen man abnehmen kann.

7. Saft ist gesund!

Leider ist es nicht so einfach. Zwar enthalten Fruchtsäfte viele Vitamine und Mineralstoffe, sind also der Gesundheit zuträglich – sie enthalten aber auch viel Zucker. So viel wie Cola, um genau zu sein. Ein Liter Saft hat rund 500 kcal. Daher sollte er bewusst konsumiert werden, ein Glas Orangensaft beispielsweise als Vitaminspritze zum Frühstück ist durchaus empfehlenswert.

8. Süßigkeiten sind tabu!

Schokolade und Co. müssen nicht komplett gestrichen werden – Naschkatzen können aufatmen. Auch wer abnehmen möchte, darf sich hin und wieder eine kleine Süßigkeit gönnen. Auch hier sollte man die Gesamtkalorienzahl im Blick behalten, dann ist beispielsweise ein Stück Zartbitterschokolade durchaus drin. Wer sich alles komplett verbietet, macht es sich besonders schwer, denn das Verbotene ist natürlich besonders reizvoll.

9. Salat essen macht dünn!

Es scheint allgemein bekannt zu sein: Wer viel Obst und Gemüse isst, nimmt ab. Allerdings ist das nicht die ganze Wahrheit. Es kommt nicht nur darauf an, was man isst, sondern auch, wie viel man davon isst. Es klingt unglaubwürdig, aber auch Salat kann dick machen. Salat hat – so wie jedes Nahrungsmittel – Kalorien. Ein Zuviel an Kalorien wird immer in Form von Fettdepots gespeichert. Auch Obst kann durchaus tückisch sein, denn der enthaltene Fruchtzucker aktiviert Insulin und kann dadurch die Fettverbrennung blockieren.

10. Wer schwitzt nimmt ab!

Wenn man beim Sport viel schwitzt, fühlt es sich zumindest so an, als würde man gerade viel abnehmen. Doch das stimmt nicht. Der Körper schwitzt, weil er Kühlung braucht. Fett wird dann verbraucht, wenn Kalorien fehlen. Schwitzen allein führt also nicht zur Gewichtsreduktion.

Wie Sie sehen, können diese Abnehm-Mythen sogar das Gegenteil vom eigentlich Gewünschten erzielen. Mit einer nachhaltig gesunden Ernährung haben sie meist nur wenig zu tun. Das Erfolgsrezept zum erfolgreichen Abnehmen basiert auf einer vollwertigen, ausgeglichenen Ernährung und regelmäßigem Sport. Und das Ganze kann durchaus auch Spaß machen, wenn man beispielsweise bei einem Fitness-Urlaub im HanseDom in Stralsund gesunden Genuss und Sport verbindet.