Rückenschmerzen vermeiden – oftmals einfacher als gedacht

Es zieht und schmerzt beim Bücken und Heben schwerer Gegenstände – ein Gefühl, das ein Großteil der Deutschen kennt. Betroffene sind in dieser Situation oftmals verunsichert und vermuten das Schlimmste - „Bandscheibenvorfall, Hexenschuss und Ischias“ lauten die Befürchtungen. Allerdings kann Entwarnung gegeben werden: Die meisten Rückenschmerzen sind harmlos und können eigenständig behoben werden.

Zauberwort Bewegung – nicht zu sehr schonen

Es ist ein natürlicher Reflex: Sobald es irgendwo weh tut, nehmen Betroffene eine sogenannte „Schonhaltung“ ein. Damit wollen sie Schmerzen vermeiden und den Heilungsprozess fördern. Allerdings kann dies zu Muskelverspannungen führen.

Wissenschaftler nehmen an, dass 85 Prozent aller Rückenleiden als medizinisch unkompliziert gelten. Sie kommen von der Muskulatur und werden durch Verspannungen verursacht. Oftmals lassen sich solche Beschwerden durch spezielle Übungen wieder abstellen. Ärztliche Leitlinien empfehlen bei Rückenschmerzen ohne Hinweise auf gefährliche Verläufe wie Wirbelbrüche oder Entzündungen, körperliche Aktivitäten so weit wie möglich beizubehalten.

Diese Sportarten gelten als rückenschonend:

• Aquafitness
• Tanzen
• Wandern und Nordic Walking
• Radfahren
• Skilanglauf
• Yoga, Qigong, Taiji
• Wirbelsäulengymnastik
• Schwimmen

Auf ins Wasser – Sport im kühlen Nass

Egal, ob im Schwimmbad, am See oder im Meer, mit der sportlichen Betätigung im Wasser schonen Sie Ihre Gelenke und sorgen für mehr Bewegung im Alltag. Gleichzeitig profitiert der Körper von den günstigen Bedingungen im Wasser, beim Schwimmen sind Sie beispielsweise nahezu schwerelos, sodass ein großer Teil des Körpergewichts ohne Anstrengung getragen wird. Die beste Schwimmtechnik gegen Rückenschmerzen ist übrigens das Rückenschwimmen. Durch den Auftrieb im Wasser werden Ihre Gelenke und Wirbelsäule enorm entlastet und es werden alle winzigen Muskelpartien um die Wirbelsäule herum trainiert, wodurch sich Verspannungen schnell lösen.

Aber auch spezielle Trainings im Wasser wie Aqua-Fitness, Aqua-Aerobic und Aqua-Jogging sorgen dafür, dass wir im Alltag beweglicher sind und zum Beispiel Haltungsschwächen abbauen. Versuchen Sie generell das Element Wasser so oft wie möglich zu sportlichen Zwecken einzubeziehen. So bietet sich ein Sommerurlaub an der Ostsee oder Mecklenburgischen Seenplatte dazu an, bei hohen Temperaturen das kühle Nass nicht nur zur Erfrischung, sondern auch als Übungsumfeld zu nutzen.