Natürlich heilen mit TCM

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist vielen Menschen vor allem durch das Therapieverfahren der Akupunktur bekannt. Dabei hat die alte Heilkunst, die sich bereits vor mehr als 2000 Jahren in China herausbildete, viel mehr zu bieten.

Neben der Akupunktur, Akupressur und der Moxibustion (Erwärmung von Akupunkturpunkten) gehören zur TCM auch eine Ernährungstherapie, sowie Kräuterheilkunde. Auch die Bewegungstherapien Tai-Chi und Qigong und die traditionelle Massage Tuina Anmo spielen eine wichtige Rolle in der Traditionellen Chinesischen Medizin.

Yin und Yang in Medizin und Philosophie

Vielen Menschen sind die Prinzipien Yin und Yang ein Begriff. Diese asiatische Philosophie geht davon aus, dass sich alle Lebensprozesse aus den beiden gegensätzlichen Kräften aufbauen.  Qualitäten wie Kälte, Nacht, Ruhe, Passivität und Dunkelheit werden eher von Yin symbolisiert, während Yang für Hitze, Tag, Erregung, Aktivität, Vitalität und Licht steht.

Alles hat sowohl einen Yin- als auch einen Yang-Aspekt. So findet die Philosophie auch in der Medizin Anwendung. Denn sogar unser Körper lässt sich in Yin- und Yang-Zonen unterteilen. Genauso wie Krankheiten sowohl Yin- als auch Yang-Qualitäten aufweisen. Beide Seiten müssen im Einklang miteinander leben. Das dynamische Wechselspiel der beiden Qualitäten erhält das Qi, die Lebenskraft der Natur.

Das Qi in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Das Qi gilt in der TCM als die generelle und universelle Lebensenergie, die im menschlichen Körper in den sogenannten Meridianen fließt. Von diesen Meridianen gibt es zwölf, die den Körper durchziehen. Jeder dieser Meridiane ist einem Funktionskreis, also einem Organsystem, zugeordnet. Auf den Meridianen befinden sich auch die Akupunkturpunkte, die in der TCM mit Akupunkturnadeln oder im Rahmen der Akupressur mit Druck behandelt werden.

Gemäß den Vorstellungen der TCM ist der freie und ausreichende Fluss des Qi in den Meridianen die wichtigste Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden. Störungen im Fluss der Lebensenergie und im Gleichgewicht zwischen Yin und Yang können zu Krankheiten führen.

Anwendungsgebiete

Die Traditionelle Chinesische Medizin hat sich in der Behandlung verschiedener Beschwerden bewährt. Neben Erkrankungen des Bewegungsapparates gehören auch neurologische Probleme, hormonelle Beschwerden oder funktionelle Magen- und Darmstörungen dazu.

Nach einer ausführlichen Diagnostik erkennt ein Therapeut, ob ein Ungleichgewicht vorliegt. Je nach Befund kommen verschiedene Therapieverfahren zum Einsatz. Kräutertherapie, Akupunktur und Bewegungsübungen kommen hier zum Einsatz. Durch sie werden körpereigene Selbstheilungskräfte aktiviert und das Qi wieder in den Fluss sowie Yin und Yang wieder in Einklang gebracht.

Im HanseDom Stralsund können Sie verschiedene TCM-Anwendungen wie die Tuina-Massage, das Therapieverfahren der Moxibustion oder das Schröpfen kennenlernen.