Acht Tipps, wie Sie heute schon für die Erkältungszeit vorbeugen

Durchschnittlich drei- bis viermal im Jahr ist ein Erwachsener erkältet. Gerade im Herbst sind wir besonders anfällig. Woran liegt das?

In der Herbstzeit treten starke Temperaturschwankungen auf. Häufig ist es tagsüber noch warm und nachts schon kalt oder das Wetter wechselt häufig zwischen Sonnen- und Regentagen. Unser Körper hat Probleme, sich schnell an einen rapiden Temperaturumschwung anzupassen. Dazu sind wir oft noch zu sommerlich gekleidet. Sobald uns kalt wird, ist unser Körper geschwächt und anfälliger für Erreger, die eine Erkältung hervorrufen können. Es gibt Möglichkeiten unseren Körper, samt Immunsystem, abzuhärten und einer Erkältung effektiv vorzubeugen. Unsere Tipps können helfen, entspannt in die Herbstzeit zu starten.

1. Hände waschen nicht vergessen

Viele Bakterien und Viren werden übertragen, weil wir Gegenstände berühren, die vorher schon von kranken Menschen angefasst wurden, wie eine Türklinke, der Haltegriff im Bus oder Wechselgeld. Fassen wir uns dann an Mund oder Nase, können wir uns schnell anstecken, da die meisten Erreger über die Schleimhäute aufgenommen werden. Sie sollten also regelmäßig und richtig ihre Hände waschen, um sich vor einer Erkältung zu schützen. Reiben Sie ihre nassen Hände circa 20 bis 30 Sekunden mit Seife ein. Vergessen Sie dabei nicht, auch Seife zwischen den Fingern und um die Nagelpartien zu verteilen. Dann die Hände noch einmal gründlich abspülen und Luft-trocknen lassen. So senken Sie das Ansteckungsrisiko für sich und andere.

2. Gesunde Ernährung

Besonders während der Erkältungszeit ist gesunde Ernährung wichtig, da wir so unseren Körper stärken und mit den richtigen Nährstoffen versorgen. Vitamin C ist in unserem Körper aktiv an der Abwehr von Viren und Bakterien beteiligt, da es die aktivierten T-Zellen unterstützt und sich an den Leukozyten anreichert. Beide sind wichtig für unsere Immunabwehr. Essen Sie also ausreichend Obst, besonders Zitrusfrüchte wie Orangen und Grapefruit enthalten viel Vitamin C. Beide haben ab Herbst und über den ganzen Winter Saison und schmecken dann besonders lecker und saftig. Auch Zink ist wichtig, um unseren Körper vor Erregern zu schützen. Mangelt es daran, können die körpereigenen Abwehrzellen nicht aktiviert werden. Außerdem wirkt Zink den Erregern entgegen, in dem es verhindert, dass sie in unsere Körperzellen eindringen und sich vermehren können. Zink ist beispielsweise in Rindfleisch, Garnelen, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten reichlich enthalten.

3. Viel Trinken

Viel Trinken ist besonders im Winter wichtig. Denn unsere Schleimhäute können nur mit genügend Feuchtigkeit eine Barriere für Krankheitserreger bilden. Optimal sind Wasser oder Tee. Besonders Ingwer oder Holunder stärken das Immunsystem und die Wärme des Tees fördert die Durchblutung der oberen Atemwege. Auch eine heiße Zitrone ist eine richtige Vitaminbombe. Jedoch sollten Sie beachten, das Wasser nicht kochend heiß aufzugießen, um die Vitamine zu erhalten. Das enthaltene Vitamin C unterstützt ihre Immunabwehr. Verwenden Sie einen Teelöffel Honig zum Süßen. Dieser wirkt antibakteriell und stärkt das Immunsystem zusätzlich. Auch frischer Ingwer besitzt eine antivirale Wirkung und kann hinzugefügt werden. Die Zusammensetzung der Knolle ähnelt den Inhaltsstoffen von Aspirin und wirkt vergleichbar, wenn auch weniger stark.

Um die Schleimhäute feucht und somit widerstandsfähig zu halten, ist es wichtig, dass die Luft in den Räumen nicht zu trocken ist. Das entsteht im Herbst und Winter häufig durch langes Heizen. Lüften Sie daher regelmäßig durch, denn auch so können Sie einer Erkältung vorbeugen.

4. Bäder und Wechselduschen

Heiße Bäder wärmen den Körper und sind zur Vorbeugung, aber auch während einer Erkältung gut, um die Durchblutung der oberen Atemwege anzuregen. So können unsere Schleimhäute in Mund und Nase optimal befeuchtet und mit Immunzellen, die die Virenvermehrung hemmen, versorgt werden. Auch warm-kalte Wechselduschen regen die Durchblutung an. Sie sollten sich also nach einer heißen Dusche, öfter kalt abbrausen. Dabei beginnen Sie an den Füßen und arbeiten sich langsam nach oben. Durch Wärme öffnen sich die Gefäße und ziehen sich dann bei Kälte reflexartig zusammen. Die Gefäße werden so trainiert und schützen uns auch im Winter schneller vor der Kälte. Wenn Sie mehr über kneipp’sche Anwendungen erfahren oder sie ausprobieren wollen, besuchen Sie doch das Kur- und Wellnesshotel Mönchgut in Göhren und lassen sich dort verwöhnen.

5. Schlafen ist gesund

US-Wissenschaftler fanden heraus, dass Schlafmangel unser Immunsystem schwächt und uns so anfälliger für Krankheitserreger macht. Daher sollten Sie versuchen, jede Nacht mindestens sieben Stunden zu schlafen. Nur so sind Körper und Immunsystem gestärkt und Sie sind bereit, sich dem Alltag zu stellen. Gönnen Sie sich, besonders bei Schlafmangel, ruhig auch tagsüber ein kurzes Nickerchen. Schon zehn bis 15 Minuten Schlaf am Nachmittag sind völlig ausreichend. Mehr als eine halbe Stunde wirkt eher kontraproduktiv, da die Gefahr besteht, schon in die Tiefschlafphase zu gleiten. Ein sogenannter „Power Nap“ macht Sie ausgeglichener, senkt Stresshormone und stärkt das Immunsystem. Sollten Sie Angst haben, nicht rechtzeitig wieder aufzuwachen, nehmen Sie einfach einen Schlüsselbund in die Hand. Wenn Sie sich der Tiefschlafphase nähern, werden Sie ihn fallen lassen und durch das Geräusch wach werden.

6. Vermeiden Sie Stress

Ebenso wie Schlafmangel wirkt sich auch Stress negativ auf das Immunsystem aus, da er den Körper zusätzlich belastet. Die dafür aufgewendete Kraft fehlt später bei der Abwehr von Krankheitserregern. Versuchen Sie also, Stress so gut es geht zu vermeiden. Fällt es ihnen schwer, dem Alltag zu entfliehen, sollten Sie es vielleicht mit Entspannungsübungen, wie Meditation oder Yoga, versuchen. Diese schaffen einen guten Ausgleich zum anstrengenden Arbeitstag und können sich auch positiv auf das Schlafverhalten auswirken. Meditation hilft zum Beispiel, die Gedanken zu ordnen und das Wohlbefinden zu steigern. Im Hotel Gutshaus Stellshagen werden täglich Übungen wie Yoga oder Qi Gong, aber auch unterschiedliche Meditationsübungen angeboten. 

7. Bewegung stärkt die Abwehr

Auch wenn Sie einen anstrengenden Arbeitstag hatten und eigentlich nur noch vor den Fernseher wollen, versuchen Sie dreimal die Woche mindestens eine halbe Stunde Sport zu treiben. Das stärkt die Abwehrkräfte und macht Sie fitter und widerstandsfähiger. Optimal sind Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Schwimmen oder Fahrradfahren. Sie müssen sich nicht zu Höchstleistungen antreiben. Halten Sie lieber ein Tempo, in dem Sie noch rhythmisch und tief atmen können. Alles andere wirkt kontraproduktiv, da die Muskeln nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Auch ein Spaziergang an der frischen Luft wirkt belebend und positiv auf ihre Atemwege. Die Durchblutung in den Muskeln und Atemwegen wird angeregt. Dies stärkt ihr Immunsystem und befeuchtet die Schleimhäute. Achtung: Wenn Sie bei kaltem Wetter Sport treiben, versuchen Sie kontrolliert durch die Nase einzuatmen. So wird die Luft bereits angewärmt, bevor sie in die Lungen und Bronchien gelangt. Ihre Atemwege werden es ihnen danken.

8. Richtig anziehen

Prinzipiell ist dem Wetter angepasste Kleidung wichtig, um einer Erkältung vorzubeugen. Ziehen Sie sich aber nicht einfach nur warm, sondern in funktionalen Schichten an. Am besten Sie tragen anstelle einer sehr warmen Jacke zwei Dünnere. Gerade wenn Sie häufig von drinnen nach draußen wechseln, ist es wichtig, dass Sie Kleidungsstücke aus und wieder anziehen können. Schaffen Sie sich immer Ihre Wohlfühltemperatur, denn sowohl frieren als auch schwitzen, schwächen den Körper und machen Sie anfällig für Erkältungen. Die richtige Kleidung hilft also einer Erkältung vorzubeugen.

In diesem Sinne: Kommen Sie gut und gesund durch die Erkältungszeit!